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Aktuelles und Rechtstipps

Praxisnahe Hinweise zu Sportrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht, die neuesten zuerst.

Sportrecht

Rote Karte, Spielsperre, Punktabzug: Wann lohnt sich ein Rechtsmittel?

Nach Platzverweis, Tätlichkeit oder Spielabbruch drohen Sperren, Geldstrafen oder Punktabzug. Ob sich ein Rechtsmittel lohnt, hängt von Beweislage und Verbandsregeln ab. Im Hamburger Fußball-Verband gelten kurze Fristen von meist sieben Tagen. Wer abwartet, riskiert, dass keine inhaltliche Prüfung mehr stattfindet.

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Zivilrecht

Academy fordert weitere Raten? So wehren Sie sich

Wer Mahnungen, Inkasso oder einen Mahnbescheid erhält, sollte nicht zahlen, ohne den Vertrag prüfen zu lassen, und gerichtliche Schreiben nie ignorieren. Zum Stand: Konstanz und Koblenz zugunsten von Kunden, Karlsruhe und Wiesbaden zugunsten der Academy. Teils sind Berufungen anhängig.

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Sportrecht

Junger Spieler wechselt ins Ausland: Wann steht dem Ausbildungsverein Geld zu?

Bei internationalen Wechseln gelten die FIFA-Regeln zu Ausbildungsentschädigung und Solidaritätsbeitrag. Nicht jeder Wechsel löst eine Zahlung aus. Bei Minderjährigen ist der Wechsel ins Ausland grundsätzlich verboten, Ausnahmen müssen genehmigt werden. Ab 2027 kommt ein direkter Anteil des Spielers an der Transfersumme hinzu.

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Sportrecht

Wechsel im Jugendfußball: Wer zahlt die Ausbildungsentschädigung?

Die Ausbildungsentschädigung ist Teil des verbandsrechtlichen Wechselverfahrens und grundsätzlich vom aufnehmenden Verein zu zahlen, nicht von den Eltern. Sie kann eine fehlende Zustimmung des abgebenden Vereins ersetzen und so die Spielberechtigung sichern. Eine Zahlungsaufforderung sollte nie ungeprüft akzeptiert werden.

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Sportrecht Arbeitsrecht

Spieler aussortiert, Vertrag läuft: Was darf der Verein?

Profifußballer haben einen Beschäftigungsanspruch, der auch das Mannschaftstraining umfasst. Ob die Versetzung in die zweite Mannschaft oder eine eigene Trainingsgruppe zulässig ist, hängt vom Arbeitsvertrag, dem billigen Ermessen und der tatsächlichen Ausgestaltung ab. Spieler sollten nicht zu lange abwarten, besonders im einstweiligen Rechtsschutz.

BAG, Urteil vom 29.02.2024, 8 AZR 359/22

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Zivilrecht

Jürgen Höller Academy: Trotz Urteil des LG Karlsruhe weiter gute Aussichten

Die Rechtsprechung zu den Programmen der Academy ist uneinheitlich: Das LG Konstanz und das LG Koblenz sahen Fernunterricht, das LG Karlsruhe nicht. Pauschale Aussagen verbieten sich, jeder Vertrag sollte einzeln geprüft werden, bevor weiter gezahlt oder Ansprüche aufgegeben werden.

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Sportrecht

Kann mein Verein meinen Wechsel verhindern? Ein Irrtum im Amateurfußball

Vereinswechsel und Spielberechtigung sind zwei verschiedene Dinge: Ein Verein kann den Wechsel eines Amateurspielers nicht einfach verbieten, die Spielberechtigung richtet sich aber nach den Fristen der Spielordnung. Wer wechseln will, sollte Fristen früh prüfen.

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Sportrecht

EuGH zu den FIFA Football Agent Regulations

Der EuGH hat die Vergütungsobergrenzen der FIFA für Spielervermittler weder bestätigt noch verworfen. Er hat einen kartellrechtlichen Prüfungsmaßstab vorgegeben, den nun das Landgericht Mainz anwenden muss. Kritisch sieht er die Kontaktregel bei exklusiv vertretenen Spielern.

EuGH, Urteil vom 16.07.2026, C-209/23

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Sportrecht

Doping, Datenschutz und der digitale Pranger

Anti-Doping-Stellen dürfen Sperren veröffentlichen, müssen aber zuvor im Einzelfall prüfen, ob die Veröffentlichung verhältnismäßig ist. Außerdem muss Rechtsschutz bereits vor der Veröffentlichung möglich sein. Für Athleten kann sich eine frühzeitige Reaktion lohnen.

EuGH, Urteil vom 14.07.2026, C-474/24

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Sportrecht

EuGH: Verbandsregeln zur Spielervermittlung und das Kartellrecht

Der EuGH hat zum früheren DFB-Reglement für Spielervermittler einen Prüfmaßstab entwickelt: Verbandsregeln können unter Umständen auch dann zulässig sein, wenn sie Unternehmen außerhalb des Verbandes treffen, müssen aber verhältnismäßig sein. Die konkrete Prüfung obliegt nun dem Bundesgerichtshof.

EuGH, Urteil vom 09.07.2026, C-428/23

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Sportrecht

NLZ-Vertrag erhalten? Was Eltern vor der Unterschrift wissen sollten

Der Wechsel in ein Nachwuchsleistungszentrum ist eine sportliche und eine rechtliche Weichenstellung. Eltern sollten vor der Unterschrift Fragen zu Bild- und Videorechten, Haftung, Versicherung, späteren Wechseln und Beraterverträgen klären. Rechtlich prüfen lassen ist einfacher als später streiten.

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Zivilrecht

Coaching-Vertrag nichtig? Der „Eventus Club“ der Jürgen Höller Academy

Coaching-Programme mit Videodatenbank, Online-Formaten und Lernkontrollen können als Fernunterricht gelten und ohne staatliche Zulassung nichtig sein. Das Gesetz schützt auch Unternehmer. Dann können bezahlte Beträge zurückgefordert und offene Raten abgewehrt werden. Das hängt aber vom Einzelfall ab.

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Sportrecht

Spielabbruch nach Flutlichtausfall: Wer trägt das Risiko?

Fällt im Amateurfußball die Flutlichtanlage aus und das Spiel wird abgebrochen, trägt grundsätzlich der Heimverein die Verantwortung für die Spielstätte. Üblich ist eine Wertung gegen den Heimverein. Anders kann es bei externen Ursachen wie einem Netzausfall liegen. Entscheidend ist der Schiedsrichterbericht.

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Zivilrecht Sportrecht

Fitnessstudio lehnt die Kündigung ab? Das können Verbraucher tun

Ein Ablehnungsschreiben des Studios ist zunächst nur eine Rechtsbehauptung. Krankheit mit ärztlichem Nachweis, Leistungsänderungen des Studios oder formale Mängel können eine Kündigung tragen, ein bloßer Umzug dagegen meist nicht. Wer nach der Ablehnung nichts unternimmt, verschenkt oft Chancen.

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Sportrecht Arbeitsrecht

BAG: Schiedsrichter-Assistenten der 3. Liga sind keine Arbeitnehmer

Das Bundesarbeitsgericht hob die Entscheidung des LAG Köln auf und verneinte den Arbeitnehmerstatus eines Linienrichters. Entscheidend waren die fehlende Einsatzpflicht, die reine Vergütung je Spiel und die fachliche Unabhängigkeit im Spiel. Offen bleibt, ob für Schiedsrichter der 1. und 2. Bundesliga etwas anderes gilt.

BAG, Beschluss vom 03.12.2025, 9 AZB 18/25

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Zivilrecht Sportrecht

Fitnessstudio-Vertrag kündigen: Diese Rechte haben Verbraucher

Bei Online-Abschluss besteht oft ein 14-tägiges Widerrufsrecht, solange die Belehrung fehlerhaft ist. Dazu kommen der gesetzliche Kündigungsbutton, Grenzen bei Laufzeit und Verlängerung und die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung etwa bei dauerhafter Krankheit. Wer früh prüft, vermeidet unnötige Beiträge.

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Sportrecht

30 Jahre Bosman-Urteil: Wendepunkt für den Profifußball

Am 15.12.1995 entschied der EuGH, dass Profifußballer Arbeitnehmer im Sinne des Europarechts sind. Seitdem können Spieler nach Vertragsende ablösefrei wechseln, und Ausländerklauseln für EU-Spieler sind unzulässig. Ein Rückblick auf die Folgen für Transfers, Vertragslaufzeiten und Berater.

EuGH, Urteil vom 15.12.1995, C-415/93

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Sportrecht

Unfall im Ferien-Sportcamp: Wer haftet?

Veranstalter haften bei verletzten Verkehrssicherungspflichten, etwa bei fehlender Aufsicht oder mangelhafter Ausstattung. Ein genereller Haftungsausschluss für Körperverletzungen in AGB ist unwirksam. Auch bei hohen Stornokosten lohnt ein Blick in die Vertragsbedingungen. Der Tipp: Verträge vor dem Unfall prüfen, nicht danach.

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Sportrecht Arbeitsrecht

Ligaklausel im Trainervertrag: Wann sie unwirksam ist

Endet der Trainervertrag automatisch beim Abstieg? Das LAG Düsseldorf sagt: nicht, wenn die Schriftform nicht eingehalten wurde. Im Fall war ein vorgesehenes zweites Unterschriftsfeld leer geblieben, daher war die Klausel unwirksam. Vereine sollten Verträge mit Befristungs- und Abstiegsklauseln formal sauber gestalten, Trainer können ihre Ansprüche prüfen lassen.

LAG Düsseldorf, Urteil vom 27.05.2025, 3 SLa 614/24

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Sportrecht Arbeitsrecht

Schiedsrichter als Arbeitnehmer? LAG Köln öffnet den Weg zum Arbeitsgericht

Das LAG Köln hielt den Rechtsweg zu den Arbeitsgerichten für einen Linienrichter der 3. Liga für eröffnet, der sich gegen seine Nichtaufnahme in die DFB-Schiedsrichterliste wehrte. Gründe waren die starke Bindung an den Verband durch Einsatzzuweisung, Schulungs- und Anwesenheitspflichten sowie Sanktionen. Die Entscheidung wurde später vom Bundesarbeitsgericht aufgehoben (siehe Beitrag vom 13.01.2026).

LAG Köln, Beschluss vom 16.06.2025, 5 Ta 58/25

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